{"id":985,"date":"2020-12-05T18:10:15","date_gmt":"2020-12-05T17:10:15","guid":{"rendered":"http:\/\/nabburg-pfreimd-evangelisch.de\/?p=985"},"modified":"2023-08-18T13:30:50","modified_gmt":"2023-08-18T11:30:50","slug":"unsere-laurentiuskirche-braucht-hilfe-ideenworkshop-am-26-09-2020","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/nabburg-pfreimd-evangelisch.de\/?page_id=985","title":{"rendered":"Laurentiuskirche &#038; evangelische Kirchengemeinde Nabburg"},"content":{"rendered":"<div style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/nabburg-pfreimd-evangelisch.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/GX_1565_DxO.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"300\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Laurentiuskirche Nabburg<\/p><\/div>\n<p>Die Laurentiuskirche steht auf dem Schlossareal nord\u00f6stlich des Obertors. Das Schlo\u00df war Amtssitz des kurf\u00fcrstlichen Pflegers. Sie ist ein sp\u00e4tgotischer Bau, das Langhaus ist mit zwei Fensterachsen und einer Flachdecke ausgestattet. Der Chorbogen tr\u00e4gt die Jahreszahl 1489. Der Schlussstein der Netzrippen des Chores tr\u00e4gt das alte Nabburger Stadtwappen. Ihm fehlt der Fisch, dieser wurde erst 1547 dem Stadtwappen hinzugef\u00fcgt.<\/p>\n<p>Die Laurentiuskirche wurde wohl an Stelle der ehemaligen Burgkapelle errichtet. Neben der Pfarrkirche St. Johannes Baptist und der Spitalkirche St. Maria ist sie das dritte gotische Gotteshaus Nabburgs.<\/p>\n<p>Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts wurde sie, wie auch die nahegelegene Spitalkirche St. Maria profaniert und einer weltlichen Bestimmung zugef\u00fchrt. Der Zeitpunkt l\u00e4\u00dft sich nicht genau bestimmen. Einerseits fehlt sie in einer Aufstellung des Pfarrers Thomas Held aus dem Jahre 1801, andererseits\u00a0schreibt der Stadtmagistrat im Juli des Jahres 1825 an das Landgericht &#8222;<em>In diesem Kirchlein wurden noch im Jahre 1804 die gew\u00f6hnlichen Gottesdienste gehalten. Es soll aber in den nachfolgenden Kriegszeiten blo\u00df noch zur Unterbringung des Magazins gedient haben.<\/em>&#8220;<\/p>\n<div style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/nabburg-pfreimd-evangelisch.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Wappen_Nabburg.jpg\" alt=\"Schlussstein des Chores mit altem Nabburger Stadtwappen\" width=\"300\" height=\"400\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Schlussstein des Chores mit altem Nabburger Stadtwappen<\/p><\/div>\n<p>Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts war die katholische Kirche alleinige Staatskirche im altbayerisch-oberpf\u00e4lzisch-neuburgischen Teil Bayerns. 1803 erlie\u00df Kurf\u00fcrst Max Josef von Bayern das bayerische Religionsedikt, das Katholiken, Lutheranern und Reformierten freie Religionsaus\u00fcbung, gleiche B\u00fcrgerrechte und gleiche Zulassung zu Staats\u00e4mtern gew\u00e4hrte.<\/p>\n<p>Nachdem das K\u00f6nigreich Bayern die Laurentiuskirche mit Beschl\u00fcssen vom 24. Mai 1830 und dem 24. M\u00e4rz 1831 zum Staatseigentum erkl\u00e4rt hatte, gab es in der Folge Auseinandersetzungen zwischen der katholischen Kirchengemeinde und dem Stadtmagistrat einerseits und dem K\u00f6nigreich Bayern andererseits \u00fcber die Besitzverh\u00e4ltnisse.<\/p>\n<ul>\n<li>1843 wurde die einsturzgef\u00e4hrdete Turmkuppel abgetragen und die \u00d6ffnung mit einer einfachen Abdeckung verschlossen.<\/li>\n<li>1856 wird der erste evangelische Gottesdienst in Nabburg mit 36 Personen aus Nabburg, der n\u00e4heren und weiteren Umgebung wie Neunburg, Oberviechtach und Waldm\u00fcnchen, gehalten.<\/li>\n<li>1862 wurde St. Laurentius als Holzlege verzeichnet.<\/li>\n<li>1864 wurde die protestantischen Reisepredigerstelle Schwandorf gegr\u00fcndet.<\/li>\n<li>1901 bat Vikar Friedrich Kohlmann den Stadtmagistrat um Breitstellung eines Schulraums zum w\u00f6chentlichen evangelischen Schulunterricht. Dies wurde vom Stadtmagistrat z\u00fcgig genehmigt.<\/li>\n<li>1903 bat Vikar Kohlmann darum, Gottesdienste in einem \u00f6ffentlichen Geb\u00e4ude abhalten zu d\u00fcrfen, dies genehmigte der Stadtmagistrat nach gut zwei Wochen: &#8222;<em>Wir bewilligen gerne, den Sitzungssaal im Rathaus zur Abhaltung von Gottesdiensten zu ben\u00fctzen, wenn derselbe wieder gereinigt wird. Die Beheizung mu\u00df aber selbst \u00fcbernommen werden.<\/em>&#8222;<\/li>\n<li>Daraufhin gestattete das Oberkonsistorium M\u00fcnchen 12 Gottesdienste im Jahr, abzuhalten jeweils am 4. Sonntag eines Monats.<\/li>\n<li>1907 wurde die Reisepredigerstelle Schwandorf zu einem Exponierten Vikariat erhoben, dem auch Nabburg angeh\u00f6rte.<\/li>\n<li>28.02.1909: Unter Leitung von Pfarrvikar August Schramm wurde der Verein der Protestanten Nabburgs und Umgebung gegr\u00fcndet. Die 18 Anwesenden traten bei und w\u00e4hlten Johann Seyerlein zum Vorstand.<\/li>\n<\/ul>\n<p>1911 wurde der Laurentiuskirche vom Verein der Protestanten Nabburgs wieder ihrem eigentlichen Zweck zugef\u00fchrt. Das K\u00f6nigreich Bayern \u00fcberlie\u00df ihm das Geb\u00e4ude. Innerhalb eines knappen halben Jahres richtete es der Verein unter erheblichen finanziellen Opfern und mit gro\u00dfem pers\u00f6nlichem Engagement seiner Mitglieder wieder her. Es wurden:<\/p>\n<ul>\n<li>ein Dachreiter mit Glocke errichtet<\/li>\n<li>der Fu\u00dfboden hergerichtet<\/li>\n<li>Fenster, Altar, Kanzel, Taufstein und<\/li>\n<li>eine Orgel erworben.<\/li>\n<\/ul>\n<div style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/nabburg-pfreimd-evangelisch.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Orgel_01.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Einmanualige Jugendstilorgel der Firma G.F. Steinmeyer &amp; Cie aus dem Jahre 1911<\/p><\/div>\n<p>Die Jugendstil-Orgel wurde von der Firma Steinmeyer in \u00d6ttingen in knapp drei Monaten gebaut und geliefert. Sie hat vier Klangregister mit Windladensystem.<\/p>\n<p>\u00dcber die Einweihung am 17. Dezember 2011 berichtete das Amt- und Anzeigenblatt f\u00fcr Nabburg und Oberviechtach: &#8222;<em>Der Verein der Protestanten Nabburgs und Umgebung feierte am Sonntag, den 17. Dezember 1911 (3. Adventssonntag), das frohe Fest der Einweihung der vom k\u00f6niglich-bayerischen Staatsministerium dem St\u00e4ndigen Pfarrvikariat Schwandorf zu protestantischen Kultuszwecken \u00fcberlassenen St. Laurentiuskapelle. Bis zum. Sommer als Holzlege- und Kohlenremise dienend, war das unter Leitung des N\u00fcrnberger Architekten Brendel restaurierte Baudenkmal aus dem Ende des 15. Jahrhundert nicht wiederzukennen in seiner nunmehrigen der Neuzeit entsprechenden k\u00fcnstlerischen Ausgestaltung. Da\u00df Beheizung und elektrische Beleuchtung (Anmerkung: Eines der ersten damit ausgestatteten Nabburger Geb\u00e4ude!) vorhanden sind, macht den Aufenthalt in dem intime Gem\u00fctlichkeit atmenden Raum nur noch angenehmer. &#8230; Die Diasporagemeinde Nabburg hat einen neuen kirchlichen Sammelpunkt erhalten und kann auf das neue Gotteshaus stolz sein.<\/em>&#8220;<\/p>\n<p>1912 z\u00e4hlte die protestantische Kirchengemeinde Nabburg 46 Angeh\u00f6rige, nur 25 von ihnen waren Erwachsene. Zu ihnen geh\u00f6rten u. a. Bezirksamtmann Karl Mantel, Rentenamtmann Dr. Carl Closmann, Postexpeditor i. R. Georg Geymann, Postexpeditor Georg Sperl und Gerichtsvollzieher i. R. Johann Seyerlein.<\/p>\n<p>1926 erfolgte die Erhebung zur Tochterkirchengemeinde Nabburg-Oberviechtach als Au\u00dfenstelle der Muttergemeinde Schwandorf mit Gr\u00fcndung eines eigenen Kirchenvorstandes. Auch wurde der Gemeindesaal im Katholischen Jugendwerk \u00fcbernommen, in dem ab dann der Religionsunterricht stattfand.<\/p>\n<p>29.08.1940: Das Land Bayern verkauft der evangelischen Kirchengemeinde Nabburg die Laurentiuskirche nebst Sakristei f\u00fcr 2.000 Reichsmark.<\/p>\n<p>01.04.1949: Die durch Zuzug vieler Heimatvertriebener aus Schlesien, Ostpreu\u00dfen, Pommern und dem Sudetenland stark gewachsene Gemeinde l\u00f6st sich von der Schwandorfer Muttergemeinde und wird zum Exponierten Vikariat.<\/p>\n<p>22.05.1954: Die Tochtergemeinde Nabburg wird zur selbst\u00e4ndigen Pfarrei im Dekanat Sulzbach-Rosenberg.<\/p>\n<p>2020: Mit einem Kostenaufwand in sechsstelliger H\u00f6he werden Dachstuhl und Eindeckung des ebenfalls denkmalgesch\u00fctzten Anbaus erneuert, der Dachreiter neu verkleidet, Sch\u00e4den am Dachstuhl der Laurentiuskirche behoben und auch deren Dach neu eingedeckt.<\/p>\n<p>Unsere Nabburger Kirchengemeinde ist immer noch sehr klein, der Unterhalt unseres denkmalgesch\u00fctzten Kirchleins ist aufw\u00e4ndig. Sie k\u00f6nnen uns dabei mit einer Spende mit dem Verwendungszweck &#8222;Unterhalt Laurentiuskirche&#8220; auf das Konto<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/nabburg-pfreimd-evangelisch.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KontoNabburg.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"19\" \/><\/p>\n<p>unterst\u00fctzen. Daf\u00fcr danken wir herzlich.<\/p>\n<p>(Quelle: 100 Jahre Evangelisch-Lutherische Laurentiuskirche in Nabburg, Fotos: Rolf Linke).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Laurentiuskirche steht auf dem Schlossareal nord\u00f6stlich des Obertors. Das Schlo\u00df war Amtssitz des kurf\u00fcrstlichen Pflegers. Sie ist ein sp\u00e4tgotischer Bau, das Langhaus ist mit zwei Fensterachsen und einer Flachdecke ausgestattet. Der Chorbogen tr\u00e4gt die Jahreszahl 1489. Der Schlussstein der Netzrippen des Chores tr\u00e4gt das alte Nabburger Stadtwappen.<\/p>\n<p><span class=\"ellipsis\">&hellip;<\/span><\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"https:\/\/nabburg-pfreimd-evangelisch.de\/?page_id=985\">Weiterlesen \u203a<\/a><\/div>\n<p><!-- end of .read-more --><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-985","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/nabburg-pfreimd-evangelisch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/985","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/nabburg-pfreimd-evangelisch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/nabburg-pfreimd-evangelisch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nabburg-pfreimd-evangelisch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nabburg-pfreimd-evangelisch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=985"}],"version-history":[{"count":31,"href":"https:\/\/nabburg-pfreimd-evangelisch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/985\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1761,"href":"https:\/\/nabburg-pfreimd-evangelisch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/985\/revisions\/1761"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/nabburg-pfreimd-evangelisch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=985"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}